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CHARTA DER FAIRNESS
Fairness ist eigentlich eine Frage der Kultur. Unsere
derzeitige Zivilisation verlangt aber, auch alles im
zwischenmenschlichen Bereich festzuschreiben, sonst hält sich niemand
daran. Jeder versucht die Grenzen der Fairness durch sein Handeln zu
ergründen, denn wer mehr fordert und dem nicht widersprochen wird, hat
Recht!
Wenn nicht explizit von den Spielregeln (und speziell für
den Wettbewerb erstellten Zusatzregeln) anders gefordert, gelten
folgende Statement:
Jeder Spieler spielt, um entsprechend den Spielregeln zu
gewinnen.
Jeder Spieler verpflichtet sich, die Spielregeln
einzuhalten und seinen Mitspielern nur Auskünfte zu den Spielregeln zu
geben, die er auch wirklich kennt. Keine Verwirrung der Mitspieler durch
falsche Spielregelerklärungen.
Bei Turnieren oder Meisterschaften ist die Kenntnis der
Spielregeln die Grundvoraussetzung zum Mitspielen. Bei einer Spielrunde
mit Anfängern wird diesen von allen Mitspielern bei den Spielregeln
geholfen.
Jeder Spieler ist verpflichtet, einen unrichtigen Zug –
im Moment des Erkennens – sofort zu melden und entsprechend zu
korrigieren.
Jeder Spieler spricht vor, während und nach dem Spiel
höflich über seine Mitspieler.
Jeder Spieler spricht vor, während und nach dem Spiel
höflich mit seinen Mitspielern.
Jeder Spieler ist zur Einhaltung des vorgegeben
Zeitrahmens für seinen Zug verpflichtet, auch wenn noch keine Kontrolle
der Einhaltung erfolgt. Zügiges Spielen ist selbstverständlich.
Jeder Spieler spielt das laufende Spiel zu Ende, auch
wenn er keine Chance mehr sieht, es zu gewinnen. Auch das absichtliche
nicht mehr Teilnehmen am Spielgeschehen, z.B. durch sinnlose Handlungen
oder Passen, ist nicht erlaubt.
Jeder Spieler behandelt das Spielmaterial schonend, damit
keine (absichtlichen oder unabsichtlichen) Markierungen am Spielmaterial
entstehen und somit auch ein unerlaubtes Widererkennen (falsch spielen)
möglich ist. Markiertes Material muss – im Moment des Erkennens - sofort
gemeldet und ersetzt werden.
Kein Spieler darf (sichtbar oder geheim) das vorhandene
Spielmaterial entsprechend den Spielregeln verändern und somit das
Gleichgewicht des Spieles stören. Er darf weder Spielmaterial hinzufügen
noch entfernen. Unrichtiges Spielmaterial muss – im Moment des Erkennens
– sofort gemeldet und korrigiert werden.
Kein Spieler darf als Königsmachen auftreten und durch
seine Spielzüge einen anderen Spieler absichtlich zum Gewinner zu
machen.
Kein Spieler darf nur mitspielen, damit ein anderer
Spieler - befreundet oder unbekannt - gewinnt.
Kein Spieler darf mit anderen Mitspielern ein Team bilden
und so den anderen Mitspielern die faire Gewinnchance nehmen. Dies gilt
sowohl für ein Spiel als auch über eine Serie von Spielen z.B. eines
Wettbewerbes hinweg.
Alle Transaktionen zwischen Spielern, wie Verkäufe,
Tauschgeschäfte, Schenkungen, Versteigerungen, etc., die entsprechend
den Spielregeln erlaubt sind, dürfen nur dann durchgeführt werden, wenn
den obigen Statements nicht widersprochen werden.
(Diese Charta gilt als Referenz für alle Aktivitäten der
Stiftung „Spielen in Österreich“)
Diese Fassung ist gültig seit 22.
Feber 2005
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