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Charta zur Fairness der Spiele Liga 2010
Fairness ist eigentlich eine Frage der Kultur. Unsere derzeitige
Zivilisation verlangt aber, auch alles im zwischenmenschlichen Bereich
festzuschreiben, sonst hält sich niemand daran. Jeder versucht die
Grenzen der Fairness durch sein Handeln zu ergründen, denn wer mehr
fordert und dem nicht widersprochen wird, hat Recht!
Wenn
nicht explizit von den Spielregeln (und speziell für den Wettbewerb
erstellten Turnierregeln)
anders gefordert, gelten folgende Statements:
Jeder Spieler meldet sich schriftlich mit einem vollständig ausgefüllten
Anmelde-formular an. Mit dieser Anmeldung akzeptiert der Spieler diese
CHARTA und allfällige TURNIERREGELN. Wer mit der CHARTA und
TURNIERREGELN nicht einverstanden ist, darf sich nicht anmelden.
Jeder Spieler akzeptiert die Entscheidung der Schiedsrichter als
Tatsachen-entscheidungen. Diese Entscheidungen können für den
betroffenen Spieler subjektiv und/oder objektiv oft auch falsch
erscheinen. Jeder Spieler unterlässt polemische Kritik an den
Entscheidungen der Schiedsrichter, die den Verlauf des Turnieres stören.
Dieses Verhalten kann nach Verwarnung auch zur Disqualifikation führen.
Jeder Spieler verpflichtet sich, Beschwerden zu einem Turnier zuerst in
1. Instanz an den Ombudsmann Rudolf Ammer, Email:
rudolf.ammer@spielen.at, zu richten. Erst nach der Bearbeitung durch den
Ombudsmann darf der Spieler weitere Personen oder Instanzen in seine
Beschwerde einbeziehen. Jeder Spieler, der sich nicht an dieses
Verfahren hält, kann für die weiteren Turniere gesperrt werden.
Jeder Spiele hält sich an den bekannt gegebenen Zeitplan. Nicht
Einhalten des Zeitplans (z.B. zu spätes Erscheinen, etc.) führt zum
Verfall des Startrechts.
Jeder
Spieler unterwirft sich freiwillig den bei Sportveranstaltung in
Österreich gültigen Doping-Bestimmungen. Jeder alkoholisierte und/oder
rauchende Spieler im Turnierbereich wird vom Turnier sofort
ausgeschlossen.
Jeder
Spieler spielt, um entsprechend den Spielregeln zu gewinnen.
Jeder
Spieler verpflichtet sich, die Spielregeln einzuhalten und seinen
Mitspielern nur Auskünfte zu den Spielregeln zu geben, die er auch
wirklich kennt. Keine Verwirrung der Mitspieler durch falsche
Spielregelerklärungen.
Bei
Turnieren ist die Kenntnis der Spielregeln die Grundvoraussetzung zum
Mitspielen. Bei einer Spielrunde mit Anfängern wird diesen von allen
Mitspielern bei den Spielregeln geholfen.
Jeder
Spieler ist verpflichtet, einen unrichtigen Zug – im Moment des
Erkennens – sofort zu melden und entsprechend zu korrigieren.
Jeder
Spieler spricht vor, während und nach dem Spiel höflich über seine
Mitspieler.
Jeder
Spieler ist zur Einhaltung des vorgegeben Zeitrahmens für seinen Zug
verpflichtet, auch wenn noch keine Kontrolle der Einhaltung erfolgt.
Zügiges Spielen ist selbstverständlich.
Jeder
Spieler spielt das laufende Spiel zu Ende, auch wenn er keine Chance
mehr sieht, es zu gewinnen. Auch das absichtliche Nicht-mehr-teilnehmen
am Spielgeschehen, z.B. durch sinnlose Handlungen oder Passen, ist nicht
erlaubt.
Jeder
Spieler behandelt das Spielmaterial schonend, damit keine (absichtlichen
oder unabsichtlichen) Markierungen am Spielmaterial entstehen und somit
auch ein unerlaubtes Widererkennen (falsch spielen) möglich ist.
Markiertes Material muss – im Moment des Erkennens - sofort gemeldet und
ersetzt werden.
Kein
Spieler darf (sichtbar oder geheim) das vorhandene Spielmaterial
entsprechend den Spielregeln verändern und somit das Gleichgewicht des
Spieles stören. Er darf weder Spielmaterial hinzufügen noch entfernen.
Unrichtiges Spielmaterial muss – im Moment des Erkennens – sofort
gemeldet und korrigiert werden.
Kein
Spieler darf als Königsmacher auftreten und durch seine Spielzüge einen
anderen Spieler absichtlich zum Gewinner zu machen.
Kein
Spieler darf nur mitspielen, damit ein anderer Spieler - befreundet oder
unbekannt - gewinnt.
Kein
Spieler darf mit anderen Mitspielern ein Team bilden und so den anderen
Mitspielern die faire Gewinnchance nehmen. Dies gilt sowohl für ein
Spiel als auch über eine Serie von Spielen z.B. eines Wettbewerbes
hinweg.
Alle
Transaktionen zwischen Spielern, wie Verkäufe, Tauschgeschäfte,
Schenkungen, Versteigerungen, etc., die entsprechend den Spielregeln
erlaubt sind, dürfen nur dann durchgeführt werden, wenn den obigen
Statements nicht widersprochen wird.
Diese
"Charta zur Fairness der Spieleliga" gilt als Referenz für alle
Aktivitäten der Stiftung „Spielen in Österreich“. Diese Fassung ist
gültig seit 12. Jänner 2010
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